365 Erlebnistipps sind für alle Bürger empfehlenswert
Mit diesen Worten hat Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, auch seine ganz persönliche Einladung an die Berliner und die Gäste der Grünen Woche ausgesprochen. 
“Es ist üblich bei uns, dass am Ländertag eine Region einen Tag lang eine Bühne erhält, um sich und ihre Menschen zu präsentieren. Heute soll Demmin die Plattform nutzen, um sich vorzustellen und vor allem den Berlinerinnen und Berlinern zu zeigen, dass es sich lohnt, hier Halt zu machen. Unser Land ist in der Lage, auch abseits des typischen Ostsee-Tourismus eine breite Palette an Freizeitaktivitäten für ganz unterschiedliche Geschmäcker anzubieten. Der landwirtschaftlich geprägte Landkreis mit bedeutenden Unternehmen der Ernährungswirtschaft verfügt auch über eine einmalige Natur und ganz besondere Naturdenkmäler. So ist die Peene als ein weitgehend vom Menschen unbeeinflusstes Fließgewässer ein Paradies für Naturliebhaber und zwei über 1.000 Jahre alte Eichen in Ivenack zählen zu den ältesten Bäumen in Mitteleuropa”, sagte Minister Backhaus in seiner Rede.
Eröffnet wurde der Ländertag am 16. Januar 2010 vom Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV, Dr. Till Backhaus, dem Präsidenten des Bauernverbandes MV, Rainer Tietböhl und dem Landrat des Landkreises Demmin, Siegfried Konieczny. Sellering warb für die traditionell starke Landwirtschaft im Nordosten. Aus dem Land kämen hervorragende Produkte, die man mit Natur, Urlaub und Gesundheit verbindet, sagte er. Sellering lud in das Bundesland
ein, in dem man den schönsten Urlaub machen könne, zu dem bekanntlich auch gutes Essen gehöre und Diätbewusste sich gern sportlich betätigen können oder eben auf diätbewusste Ernährung, wie die kalorienarmen Grabower Küsschen zurückgreifen können.
In diesem Jahr präsentierte sich der Landkreis Demmin unter dem Motto „ErlebnisSpeisen“. Zu den Ausstellern gehörten die Fischerei und das Restaurant „Zum Fischer Fritz“ in Faulenrost sowie der „Luplower Kräutersalat“ mit Pflanzen und essbaren Blumen.
Landrat Siegfried Konieczny freute sich, dass es in diesem Jahr der Landkreis Demmin sei, der sich vorstellen und für sich werben durfte. „Frisches Brot und Fisch dazu den passenden Likör präsentiert der Landkreis Demmin mit seinen Partnern. Ein kleiner Ausschnitt des Geschmacks der Region und seiner erlebenswerten Landschaft, die es zu entdecken gilt. Urlaub im „Demminer Land“ heißt bei 75% landwirtschaftlicher Fläche, genießen und erholen inmitten von blühenden Raps-, Mohn- und Kornblumenfeldern, so dass ich mit Recht behaupten kann, dass Landwirtschaft und Tourismus im „Demminer Land“ Hand in Hand gehen“, so der Landrat in seinen begrüßenden Worten.
Bereits zum 10. Mal präsentierte sich der Landkreis Demmin auf der Internationalen Grünen Woche. Ein guter Grund zu feiern und Sie mit einem abwechslungsreichen Programm unter dem Motto „Demminer Land - natürlich, aufregend, herrlich“ zu unterhalten und auf einen Besuch in den Landkreis Demmin einzuladen.
Und dafür hatte der Landkreis auch ein tolles Paket geschnürt und war nach Berlin gereist. Die Aussteller selbst waren insgesamt zehn Tage vor Ort und hatten alle Hände voll zu tun. Der Fischer belegte Fischbrötchen en gros und bot die hauseigene Fischsoljanka an, ließ Neukreationen von Fischsalaten von den Gästen verkosten. Jana Schäfers Kräuter dufteten weit in den Raum und zogen die Gäste an. Sie hatte auch noch Rezepte mitgebracht, zum Ausprobieren gesunder, vitaminhaltiger Küche, zum Teil mit einem Hauch von Exotik.
Ingo Müller lud zu einer Reise über den Amazonas des Nordens ein und lobte die vorpommersche Landschaft, in der noch Biber und seltene Vögel beim ruhigen Gleiten über die Flüsse beobachtet werden können.
Karina und Silke Meitzner vom Hotel
„Gravelotte“ stellten ihr empfehlenswertes Wellnessprogramm für Körper und Seele vor. Gespickt und verfeinert wurden diese Angebote durch die 365 Erlebnistipps des Tourismusbandes Mecklenburger Schweiz e.V.. Christin Hannemann, Geschäftsführerin stellte die einzigartige Broschüre vor, die auch sicher jedem Einheimischen ein guter Begleiter in diesem Jahr werden kann.
Kultur und Unterhaltung boten engagierte Künstler des Landkreises bei ihrem fast fünfstündigen Programm auf der Bühne in Halle 5.2b. Diese war zwar ein bisschen kleiner als angekündigt, und so wurde improvisiert. Die Tanzgruppe des Darguner Museumsvereins blieb schließlich vor der Bühne und sorgte sozusagen für die richtige Stimmung im ganzen Saal. Dabei war das Programm eigens für den Ländertag zusammengestellt und mit viel Liebe zum Detail arrangiert. Up plattdütsch und dennoch verständlich erklärte Helga Kottke den Gästen am Beispiels ihres Körper, wo Dargun liegt und fasste sich an ihr Herz, da liege Dargun, mitten im Herzen Mecklenburgs. Eindrucksvoll war auch der Abschlusstanz „Zusammenleben“, der mit einem nahegehenden Text den Wunsch der Darguner nach einem friedlichen Miteinander formulierte, nach dem Wunsch, seinen Nachbarn kennen zu lernen, mit ihnen zu arbeiten, zu feiern und zu tanzen. In einer solchen Nachbarschaft, einem solchen Europa wollen die Darguner leben.
In der Natur der Sache liegen eher die lauten Töne der Blasmusiker von „Die Tollensetaler“, Sie spielten ein Repertoire, dass umfangreicher und vielschichtiger nicht sein konnte. Polka, Walzer, Marsch- und Heimatlieder, Schlager, Swing, Rock und Pop, den Tollensetalern geht die Luft so schnell nicht aus. Sie hätten gern noch viel länger gespielt.
Jo und Josefine, die singenden Lehrer aus Altentreptow begeisterten mit ihrer Volksmusik die Gäste. Einigen Gästen sind die beiden auch schon durch Auftritte im Fernsehen bekannt gewesen. Und so fand sich auch kleiner Fan, der die zwei begleitete und mit auf die Bühne durfte. Mit ihrer humoristischen Moderationen, bei denen sie typische Alltagssituationen zwischen Mann und Frau aufgreifen, hatten sie die Lacher auf ihrer Seite.
Mitgereist waren selbstverständlich auch die Prinzessinnen des Lichterfestes. Sie stellten den Landkreis vor und luden ein, zum Fahrrad- oder Kanufahren, zum Reiten und zum Wandern.
Damit die Gäste, denn auch wirklich in den Landkreis kommen, hatten Aussteller und Sponsoren, Preise zur Verfügung gestellt, die taggleich im Quiz an den Mann und die Frau gebracht wurden: Übernachtungen im Hotel Gravelotte und im Landhof Trittelwitz, Schlemmern beim Fischer in Faulenrost und in der Aalbude, Bootstouren auf der Peene zum Kummerower See und frische hochprozentige Kräuter aus Luplow.



